Ahrensburg, 13.09.2017, von Sönke Thomsen

THW-Präsident Albrecht Broemme dankt Clariant für Unterstützung

Mit der Freistellung ihrer Mitarbeiter für Einsätze leisten Arbeitgeber großen Beitrag zur Arbeit des Technischen Hilfswerkes. Bei einem Besuch in Ahrensburg dankte THW-Präsident Albrecht Broemme dem Chemieunternehmen Clariant vergangene Woche für ihre Unterstützung.

Werksleiter Manfred Holz, Mitarbeiter und THW-Helfer Christian Meudt sowie THW-Präsident Albrecht Broemme bei Übergabe der Arbeitgeberplakette.

Das Technische Hilfswerk ist eine ehrenamtlich getragene Organisation. Das bedeutet, 99% der bundesweit rund 80.000 THW-Mitglieder helfen in ihrer Freizeit anderen Menschen ohne dafür Geld zu bekommen. Doch Einsätze lassen sich meist schwer planen und finden oftmals auch während der Arbeitszeit statt. Eine Bevölkerungsschutzorganisation wie das THW ist daher, genau wie die Feuerwehren und Sanitätsorganisationen, in hohem Maße darauf angewiesen, dass Firmen und Behörden ihre Mitarbeiter für Einsätze und Ausbildungen von der Arbeit freistellen und ihnen so ein ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz ermöglichen. Wenn die Alarmierung zum Einsatz kommt, können Einsatzkräfte nur so flexibel reagieren, wie ihnen ihre Arbeitgeber dies ermöglichen können.

Clariant unterstützt Arbeit des THW durch Freistellung

Einer der bundesweit rund 80.000 THW-Helfer ist Christian Meudt. Beruflich arbeitet er bei dem Chemieunternehmen Clariant Plastics and Coatings GmbH in Ahrensburg, wo er für die Instandhaltung zuständig ist. Clariant ist ein weltweit tätiger Chemiekonzern mit Hauptsitz in der Schweiz. Am Ahrensburger Standort werden Farbkonzentrate zum Einfärben von Kunststoff hergestellt, sogenannte Masterbatches.

In seiner Freizeit engagiert sich der gelernte Energieelektroniker ehrenamtlich beim THW-Ortsverband in Ahrensburg. Für seinen Arbeitgeber stellt das ehrenamtliche Engagement beim THW kein Hindernis dar, die Firma Clariant unterstützt ihn sogar in seinem Ehrenamt und stellt ihn für die Zeit eines Einsatzes von der Arbeit frei.

Für diese vorbildliche Unterstützung im Bevölkerungsschutz wurde die Clariant Masterbatch GmbH in der vergangenen Woche von THW-Präsident Albrecht Broemme ausgezeichnet. Im Beisein von Christian Meudt, dem THW-Landesbeauftragten Dierk Hansen sowie zwei Mitarbeitern der THW-Geschäftsstelle Lübeck überreichte Albrecht Broemme nach einer Betriebsbesichtigung dem Unternehmen eine Plakette, damit auch Außenstehende sehen können: „Wir helfen mit!“

THW kommt Arbeitgebern entgegen

Dabei ist die Freistellung der Arbeitnehmer nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Das Bekenntnis zur ehrenamtlich getragenen Arbeit des THW und die aktive Unterstützung verdienen daher im besonderen Maße Dank und Anerkennung. Gerade kleinere Unternehmen können oft nicht ohne Weiteres auf ihre Mitarbeiter verzichten, auch wenn gesetzlich vorgeschrieben ist, dass im THW aktive Mitarbeiter vom Arbeitgeber für Einsätze freizustellen sind. Das THW möchte dem Arbeitgeber aber natürlich soweit wie möglich entgegenkommen. Daher kann, wenn es betrieblich nötig ist, von der Heranziehung des Helfers abgesehen werden, wenn der Einsatzerfolg dadurch nicht gefährdet wird.

Es ist zudem gesetzlich geregelt, dass der Arbeitslohn einem Mitarbeiter auch weiterhin gezahlt werden muss, wenn dieser im Dienste des THW tätig ist. Doch auch hier lässt das Technische Hilfwerk die Unternehmer nicht im Stich. Arbeitgeber haben die Möglichkeit diese Lohnfortzahlung auf Antrag von der Bundesanstalt erstattet zu bekommen. Sollte ein Helfer länger als 2 Stunden für das THW im Einsatz sein, werden die Arbeitgeber umgehend informiert und erhalten alle nötigen Unterlagen zur Erstattung der Lohnzahlungen.

Mitgliedschaft im THW ist Mehrwert für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Durch die spezielle Ausbildung im THW, kann auch der Arbeitgeber profitieren. Ausbildungen in verschiedensten Bereichen können auch dem Betrieb zu Gute kommen. Helfer des THW sind unter anderem in der Ersten Hilfe und im Umgang mit verschiedenen Geräten und Abläufen geschult. THW-Helfer zeichnen sich zudem durch Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Flexibilität und technisches Verständnis aus. Zusätzlich können sie besondere Ausbildungen vorweisen, welche sich positiv auf das Betriebsklima wirken und betriebliche Arbeitsabläufe unterstützen. Durch insgesamt circa 260 Zusatzausbildungen von Führungslehrgängen bis hin zur Feldkochausbildung ermöglicht das THW seinen Helfern außerdem sich auf verschiedenen Gebieten ohne zusätzliche Kosten weiterzubilden. Das komplette Ausbildungsprogramm ist unter www.thw-bundesschule.de einsehbar.


  • Werksleiter Manfred Holz, Mitarbeiter und THW-Helfer Christian Meudt sowie THW-Präsident Albrecht Broemme bei Übergabe der Arbeitgeberplakette.

  • Werksleiter Manfred Holz, Mitarbeiter und THW-Helfer Christian Meudt sowie THW-Präsident Albrecht Broemme bei Übergabe der Arbeitgeberplakette.

  • Mit der Arbeitgeberplakette können Firmen auch nach Außen hin zeigen, dass sie das THW unterstützen.

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